By Nina Köberer

Advertorials vermitteln den Eindruck redaktioneller Berichterstattung, sie sind jedoch bezahlte Werbeinhalte und folgen wirtschaftlichen Interessen. Nina Köberer beschäftigt sich aus normativer Perspektive mit dem Trennungsgrundsatz von Werbung und redaktionellen Inhalten. Aus medienethischer Sicht ist der Anspruch auf Transparenz (und die Überprüfbarkeit von Transparenz) plausibilisierbar und im Rahmen medialer Kommunikation weiterhin zu fordern. In diesem Zusammenhang erörtert die Autorin – unter Rückbezug auf empirische Ergebnisse –, welche Maßnahmen zu ergreifen sind, um einen verantwortungsvollen Umgang mit Sonderwerbeformen wie Advertorials auf Produzentenseite sowie auf Ebene der Rezipienten zu gewährleisten.

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Best german_15 books

Ko-Kreation von Werten im Dienstleistungsmanagement: Eine empirische Analyse des Einflusses anderer Personen bei Sportevents

Viele Dienstleistungen werden in einem Umfeld in Anspruch genommen, indem andere Kunden anwesend sind, z. B. Messen, Konferenzen, Konzerte, Theater, Kino, eating place, Lehrveranstaltungen, Flug- und Zugreisen usw. Die Handlungen dieser anderen Personen können demnach in dem zugrundeliegenden Kontext einen wesentlichen Einfluss auf das subjektive Wertempfinden haben.

Multiagent System Technologies: 12th German Conference, MATES 2014, Stuttgart, Germany, September 23-25, 2014. Proceedings

This ebook constitutes the court cases of the twelfth German convention on Multiagent procedure applied sciences, friends 2014, held in Stuttgart, Germany, in September 2014. The nine complete papers and seven brief papers incorporated during this quantity have been conscientiously reviewed and chosen from 31 submissions. The publication additionally comprises 2 invited talks.

Schwierige Menschen am Arbeitsplatz: Handlungsstrategien für den Umgang mit herausfordernden Persönlichkeiten

Dieses Buch hilft Berufstätigen beim Umgang mit schwierigen oder gar gefährlichen Kollegen, Mitarbeitern oder Vorgesetzten. Manche Menschen vergiften die Arbeitsatmosphäre, machen andere Menschen krank und kosten ihre Unternehmen sehr viel Geld. Oft liegt die Ursache in einer psychischen Auffälligkeit, wir haben es dann häufig mit Narzissten oder Psychopathen zu tun, meistens liegt dem zerstörerischen Verhalten jedoch (noch) keine psychische Störung zugrunde.

Lebensmittelchemie

Das Lehrbuch basiert auf einem systematischen Gesamtkonzept mit klarer Gliederung und einer Sammlung relevanter Fakten. In der vollständig überarbeiteten achten Auflage bietet es eine prägnante Übersicht über das gesamte Gebiet der modernen Lebensmittelchemie mit neuen, hoch aktuellen Themen aus den BereichenLebensmittelsicherheitLebensmittelqualitätErnährungswissen Lebensmittelherstellung Dieses Buch richtet sich in erster Linie an Studierende der Lebensmittelchemie, der Lebensmitteltechnologie, der Ernährungswissenschaften und der Chemie.

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Der Wert einer Handlung bemisst sich also nicht nach dem erstrebten Zweck, sondern nach der pflichtenmäßigen Beachtung der Sittlichkeit als Selbstzweck. Als übergeordnetes Prinzip des Sittlichen formuliert Kant den kategorischen Imperativ, der in sich das Grundgesetz autonomer Sittlichkeit verankert: „Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne“ (Kant, GMS, B 52). Mit dem kategorischen Imperativ benennt Kant zunächst ein formales Verfahren, mit dem Handlungen daraufhin überprüft werden können, ob sie einer universalisierbaren Maxime folgen.

Die Zuschreibung und Übernahme von Verantwortung in der Praxis ist folglich nicht einzig an Individuen gebunden, ebenso wenig ist sie allein an die Organisation abzugeben. Die vorhergehenden Überlegungen zeigen, dass die Zuschreibung von Verantwortung in der Praxis immer auch abhängig ist von der spezifischen Handlungssituation und den jeweiligen Umstände der Handlungssubjekte. Unter bestimmten Bedingungen ändern sich die Möglichkeiten der Verantwortungszuschreibung an die Medienakteure. Ein Beispiel hierfür ist die Produktion von Werbeinhalten, die gestaltet sind wie redaktionelle Beiträge.

In theoretischen Diskursen werden strittige Wahrheitsansprüche thematisiert und begründet, wohingegen praktische Diskurse die Strittigkeit von Handlungsnormen zum Gegenstand haben. Für die Diskursethik sind insbesondere praktische Diskurse von Interesse, in denen es um die Rechtfertigung des Richtigkeitsanspruchs von Normen geht. Dass im praktischen Diskurs ein Konsens über strittige Normen erreicht werden kann, wird durch die formalen Bedingungen des Diskurses garantiert und intersubjektiv gesichert.

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